Auswahl der Unis

Nachdem ich mir Mitte letzten Jahres in den Kopf gesetzt hatte unbedingt mein Studium im Ausland fortzusetzen, hatte ich mich recht schnell mit dem Gedanken angefreundet in die USA zu gehen.

 Das Anfangsproblem war in diesem Moment eigentlich: Welche Uni sollte ich nehmen? Wer schonmal versucht hat Wirtschaftsinformatik bzw. Information Systems zu googlen und nach einer akkreditierten Uni (z.B. über das CHEA) in den USA zu suchen, der wird festgestellt haben, so einfach ist das alles nicht. Es ist also wie in Deutschland, Wirtschaftsinformatik ist zwar kein Orchideenfach, aber so ganz genau kennt es eigentlich niemand. Die beste Erklärung bleibt immer noch "Ein Mischung aus BWL und Informatik". Damit geben sich zumindest die meisten Leute zufrieden. Aber zurück zum Thema, meine Suche brachte mich auf ein paar mehr oder weniger vielversprechende Universitäten:

1. Pace University

2. New Jersey Institute of Technology

3. Baylor University

4. Robert Morris University

5. Sacred Heart University

 

Dazu kurz zu den Universitäten etwas:

Die Pace University liegt in New York. Hier kann man wählen, ob man lieber direkt in der City (4 Blocks von der Wall Street) oder auf einem etwas außerhalb gelegenen Campus wohnen will. Sie gehört nicht zu DEN Top-Unis der USA, aber sie wird von Leuten besucht, die den Sprung zu den Top-Unis geschafft haben, wie z.B. die New York University. Die Studiengebühren sind dementsprechend recht happig, aber es ist schließlich New York und dort ist alles teurer. Nach den Berichten, die ich im Internet erstöbert habe, sollte Pace eine ausgewogene Mischung aus Technik und BWL bereitstellen. Sie ist also für den ausgewogeneren Typen von Student geeignet.

Die nächste Adresse wäre  das New Jersey Institute of Technology. Es liegt genau auf der anderen Seite vom Hudson River und man kann von dort aus recht gut nach New York rein fahren. Bei Recherchen im Internet bin ich häufiger auf die Meinung gestoßen, dass diese Uni hauptsächlich von "Technikfreaks" frequentiert wird ... mit allen äußerlichen Merkmalen, die man von Geeks und Nerds heutzutage erwartet . Bis auf den eklatanten Frauenmangel an der Uni sollen auch die Professoren überaus engagiert im Unterricht sein. Wer hier hingeht, sollte sich also im klaren sein, dass die Anforderungen moderat, aber eher technisch orientiert sind.

Als nächstes kommt die Baylor University in Waco, im Zentrum von Texas. Hauptaugenmerk von Baylor sind eher die Personen, die BWL bevorzugen. Wer mit dem Gedanken spielt hierhin zu gehen, sollte gewarnt sein, dass die Texaner eine sehr gewöhnungsbedürftige Lebensart haben, wie z.B. die "ich nehme nur alles in XXL"-Way-of-Life. Die Universität hat sich die Verbreitung des Christentums (vornehmlich Baptisten) zum Ziel gesetzt. Wer sich an diesen Dingen nicht stört, kann sich auf eine vorzügliche Ausbildung freuen. Beim letzten Ranking war die Baylor Business School auf Platz 36 Amerikaweit. Bei mehr als 10.000 Universitäten und Colleges ist dies schon eine extrem gute Leistung.

 Die Robert Morris University in Pennsylvania liegt ca. 30 Autominuten von Pittsburgh entfernt und bietet in etwa die Standards, die man auch von deutschen Unis erwartet. Allerdings gilt hier immer noch, dass das Studenten:Dozenten-Verhältnis, wie bei fast allen Universitäten, bei gesunden 17:1 liegt. Pennsylvania liegt an der Grenze zu Kanada, deswegen kann ich nur jedem, der dort hin will, anraten warme Kleidung einzupacken.

Als letztes folgt die Sacred Heart University. Wie der Name schon sagt, ist die Orientierung der Uni sehr christlich geprägt. Berichte im Internet zufolge, sind allerdings die Unterbringungsgelegenheiten und die Möglichkeiten zu feiern recht ... begrent bzw. unter Standard. Wer also hierhin wechseln will, sollte sehr gründlich darüber nachdenken.

 

Ranking:

Die Reihenfolge gibt auch ungefähr meine Präferenzen für ein Studium an. Pace ist mein absoluter Lieblingsfavorit, besonders wegen dem Abenteuer New York, aber auch wegen den guten Studienbedingungen. Gefolgt wird das von den nächst besten Unis Baylor und NJIT, einerseits wegen den guten Studienbedingungen, andererseits wegem dem Umfeld bzw. den Ausrichtungen der Unis. Zum Schluss kommen Robert Morrs und Sacred Heart. Wobei man sagen muss, das Robert Morris keine Verschlechterung zu dem Studium in Deutschland sein würde. Sacred Heart ist und bleibt allerdings meine Reserve-Uni, falls ich bei den anderen Unis nicht durchkommen sollte.

14.11.08 11:34

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