Das Abenteuer VISA und kleinere Zwischenfälle

So, gestern war ich also in Frankfurt am Main und habe mir im Generalkonsulat ein VISA ausstellen lassen. Aber beginnen wir besser am Anfang:

Da mein VISA-Termin ja um 8:45 Uhr beginnen sollte, hatte sich mein Vater notgedrungen bereit erklärt, mich dorthin zu bringen um anschließend nach Bonn weiterzufahren. Gestartet sind wir gegen 5:45 Uhr und waren damit recht gut in der Zeit. Jedenfalls bis wir ca. 60km vor Frankfurt in einen "kleineren" Stau gerieten. Dieser Stau war aufgrund eines Unfalls dann auch nur 20km lang. Als klar war, dass wir zu spät in Frankfurt aufschlagen würden, habe ich natürlich versucht jemanden in der Botschaft zu erreichen, um meinen Termin zu verschieben. Problem Nr.1: Telefonnummer. Also schnell 11833 angerufen wo mir eine nette Dame mitteilte, dass man nur die Botschaft in Berlin habe. In Frankfurt ist keine Botschaft gemeldet. Ok, ist ja auch nicht schlimm, dass man die "größte Auslandsbotschaft der Amerikaner auf der Welt nach dem Irak" (laut usembassy.de) nicht im Telefonbuch hat. Is ja auch nur das Generalkonsulat. Zum Glück gab es noch die Möglichkeit der Internetrecherche (eine sehr interessante Möglichkeit). Dort wurde die Nummer dann doch noch gefunden. Alles in allem also kein Problem. Nun also da angerufen und ein freundlicher Herr teilte mir mit, dass er rein gar nichts tun könnte, da es ganz allein im Ermessen des Beamten stünde, ob er mich bei einer Verspätung noch reinlässt. Gefolgt von der üblichen Predigt, dass man doch gefälligst früher ankommen sollte und es keine Ausreden dafür geben würde. Typische Beamtenfreundlichkeit halt.

Wir sind dann auch "schon" um 9:45 Uhr, also knapp 1 Std. zu spät angekommen. Wer sich die Botschaft nicht vorstellen kann:

Es ist riesig wie eine Kaserne, bewacht wie eine Kaserne und sieht aus wie eine Kaserne. (Mit Stahlspitzen an den Regenrinnen etc.)

Ich versuchte also am Wärterhäuschen freundlich darauf hinzuweisen, dass ich leider zu spät bin, aber soweit kam es gar nicht. Der Wärter hat mich freundlich angeschaut ein nettes "No problem" gesagt und mir eine Nummer gegeben. So schwierig sind die Amerikaner also doch nicht. Nach der üblichen Sicherheitskontrolle die doch deutlich einfacher war, als auf der Botschaftsseite angegeben, also man durfte doch Rucksäcke mitnehmen , durfte ich dann auch in den Warteraum. Dort gibt es, wie bereits andere berichtet haben, ein Schild, auf dem steht "In diesen Raum passen exakt 299 Personen". Man will nicht fragen, wer sich das ausgedacht hat. Jetzt nur noch die Papiere in der richtigen Weise sortieren und dann am Schalter abgeben, wenn man aufgerufen wird. Ach ja, ein normales Passfoto, d.h. die deutsche Norm, wird auch akzeptiert. Bei mir gab es jedenfalls keine Probleme, dass das Foto nicht die Maße 5x5cm hatte. Danach noch einmal alle Fingerabdrücke durch einen Scanner abnehmen und fertig. Es wird also nichts mehr mit Tinte und die Finger einsauen gemacht. ^^

Danach nochmal warten, bis ein Konsularbeamter einen zum Gespräch aufruft. Dieser entscheidet dabei, ob man ein Visum erhält oder nicht. Also immer schön freundlich sein . Gut mein Gespräch belief sich dann auf die Fragen "So what do you wanna do in the USA?" und "Please lay your middlefinger on the screener". War wohl beim ersten Schaltertermin nicht richtig mitgekommen. Das wars. Innerhalb von 5 Minuten war die Sache durch.

Auch wenn die Prozeduren recht langwierig und bürokratisch sind, so sind die Beamten doch schnell und effizient gewesen. Etwas, was ich mir von unseren deutschen Beamten auch mal wünschen würde. Alles in allem also ein gelungener Tag.

16.12.08 18:32

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